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Zahngesunde Ernährung auch im Alter wichtig

Was der Körper in jungen Jahren vielleicht noch ohne großen Schaden übersteht, kann mit fortschreitendem Alter zum Problem werden. Zähne und Kiefer haben Ansprüche, denen man auch im Alter gerecht werden muss, damit sie ihre wichtige Funktion erfüllen können. Darum sollten Menschen über 60 auf folgende Aspekte in ihren Ernährungsgewohnheiten besonderen Wert legen:

Trinken, trinken, trinken

 Speichel Speichel
Sekret, das aus den drei großen Speicheldrüsen (Sublingualis, Sumandibularis und Parotis=Ohrspeicheldrüse) und aus den kleinen Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht zu 99 % aus Wasser, anorganischen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Fluorid, Hydrogencarbonat) und organischen Substanzen. Speichel enthält Eiweiß (Mucin: Schleimstoff) und Enzyme (z.B. für die Kohlenhydratverdauung). Speichel wird ständig abgesondert: in Ruhe normal 0,3 ml/min. Die Reizspeichelmenge beträgt dagegen ca. 1 ml/min. Die Speichelproduktion wird reflektorisch durchs Kauen, aber auch durch Gerüche, Hunger und psychische Faktoren ausgelöst. Die Funktion des Speichels ist vielseitig: Feuchthalten der Mundhöhle, Spülfunktion, Lösen von Geschmacksstoffen, Benetzen von Speisen, Pufferung von Säuren, Remineralisation des Zahnschmelzes, antibakterielle Wirkung und Andauen der Nahrung durch die enthaltenen Enzyme.
hat eine wichtige Funktion, um Zähne und Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
gesund zu erhalten. Er unterstützt die Selbstreinigung der Zähne. Neben seiner antibakteriellen Wirkung neutralisiert er zahnschädigende Säuren und hilft Mineralverluste im Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
auszugleichen. Damit besitzt er eine Reparaturfunktion.

Mit zunehmendem Alter nehmen das Durstempfinden und damit die Aufnahme von Flüssigkeiten ab. Mundtrockenheit als Begleiterscheinung von bestimmten Krankheiten wie Morbus Parkinson, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes können diesen Effekt noch verstärken. Oft verursachen auch Medikamente Mundtrockenheit als Nebenwirkung.

Mit einigen Tipps und Verhaltensweisen kann man diesem Effekt entgegen wirken:

-    Getränke (vorzugsweise Wasser ohne Kohlensäure) sichtbar, trinkbereit und ungekühlt aufstellen.
-    Vor den Mahlzeiten ein Glas Wasser trinken.
-    Eine Tages-Trinkmenge festlegen (mind. 2 Liter).
-    Zuckerfreies Kaugummi kauen. Die Kautätigkeit verstärkt den                           Speichelfluss.
-    Regelmäßig Obst, Gemüse bzw. Lebensmittel mit hohem Wasseranteil            essen.

Zucker meiden

Natürlich ist Zucker auch in jungen Jahren problematisch für die Zahngesundheit. Auf Grund der verminderten Speichelproduktion und einem Rückgang des Zahnfleisches sind besonders im Alter die Zahnhälse einem verstärkten Angriff der Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
bildenden Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
ausgesetzt. Anders als die Zahnkronen besitzen die Zahnhälse keinen schützenden Zahnschmelz Zahnschmelz
Durchscheinender Überzug des Dentins im Bereich der Zahnkrone; bestimmt die äußere Zahnform; härtestes Körpergewebe, ist kaum elastisch und zugfest. Besteht zu 98% aus anorganische Bestandteilen (unter anderem Hydroxylapatit).
. Karies Karies
Zahnfäule: Entkalkung und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.
kann sich daher schneller ausbreiten und die Zähne schädigen.

Tipps zur Verringerung der Zucker-Attacken:

-    Schrittweise Reduktion von Zucker, beispielsweise den Zucker im Kaffee          oder Tee weglassen.
-    Häufigkeit der Zuckerzufuhr verringern: Lieber ein Stück Torte zum Kaffee        genießen, als über einen längeren Zeitraum eine Tafel Schokolade oder           ein Chip nach dem anderen verspeisen.
-    Auf versteckten Zucker, beispielsweise in Konserven oder salzigen                   Naschprodukten, achten.
-    Obstsäfte mit hohem Fruchtzuckeranteil nur verdünnt genießen.

Kauen stärkt die Zähne

Mundgesundheitsprobleme wie Zahnverlust, Mundtrockenheit, Verletzungen oder schlecht sitzender Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
führen dazu, dass ältere Menschen vermehrt zu weichen Speisen greifen.
Nahrungsmittel wie Weißbrot, zu weich gekochtes Gemüse, Püree, Kompott und Kuchen  bieten für zahnschädigende Bakterien Bakterien
Einzellige Kleinstlebewesen, die sich durch Zweiteilung vermehren. Man unterscheidet krankheitserregende und nicht-krankheitserregende Bakterien. Die krankheitserregenden (pathogenen) Formen können sich krankmachend (virulent) und nicht krankmachend verhalten. Bakterien, die auf Sauerstoff angewiesen sind, nennt man Aerobier; die nur in einer sauerstofffreien Umgebung wachsen, Anaerobier. In der Mundhöhle eines jeden Menschen tummeln sich rund 50 Millionen verschiedene Bakterien. Einige davon sind schädlich, z.B. das Streptoccocus mutans. Es schädigt mit sauren Stoffwechselprodukten die Zahnoberfläche. Als Folge kann Karies entstehen.
eine ausgezeichnete Nahrungsgrundlage.

Kauen und Beißen ist wichtig, um Zähne und Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
gesund zu erhalten. Bei Kauproblemen sollte der erste Weg zum Zahnarzt führen. Hier können die Ursachen abgeklärt und in vielen Fällen beseitigt oder verbessert werden.
Um Zähne und Zahnfleisch Zahnfleisch
Siehe unter Gingiva.
zu stärken empfiehlt es sich, einen leichten Kauanreiz zu bieten, umso die Kauleistung zu „trainieren“. Hierzu geeignet sind beispielsweise bissfestes Obst und Gemüse, Käse oder Vollkornbrot. Auch die Zeit spielt eine Rolle. Nicht nur den Zähnen auch der Verdauung kommt ein Genuss mit Muße zu Gute. Das Fleisch in kaubare Stücke schneiden – mehrfach Kauen vor dem Herunterschlucken – Portionsgrößen wählen, die Zeit zum Genießen und Kauen lassen.

Ausgewogene Ernährung

Vitamin- und kalziumreiche Ernährung ist für gesunde Zähne in jedem Alter von großer Bedeutung. Aber gerade bei Senioren nimmt der Konsum von Milchprodukten und Gemüse häufig ab.
Besonders empfehlenswert ist der regelmäßige Verzehr von Milch- und Vollkornprodukten, frischem Obst und Gemüse, sowie Naturreis. Ei, mageres Fleisch und Fisch ergänzen die zahngesunde Ernährung. Wichtig! – sorgen Sie für ausreichende Pflege von Zähnen und Zahnersatz Zahnersatz
Alle Formen zum Ersatz von Zahnteilen (z.B. Teilkrone), von verlorengegangenen Zähnen (z.B. Brücke) und/oder von Kieferanteilen (z.B. Totalprothese) aus künstlichen Materialien. Man unterscheidet festsitzenden (Kronen, Brücken) von herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothesen, Totalprothesen) sowie eine Kombination beider Formen.
zweimal täglich. So bleiben die Zähne auch mit zunehmendem Alter gesund und leistungsfähig.